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Foto: D. Meier

Viktor Stern übernimmt sportliche Leitung 

Ruhmannsfeldener wird ab 1. Juni für den 1. FC Bad Kötzting tätig sein

Der 1. FC Bad Kötzting, Tabellenneunter in der Landesliga Mitte, hat am Dienstag im Rahmen einer Pressekonferenz den neuen Teammanager vorgestellt. Viktor Stern, aktuell noch Trainer beim niederbayerischen Bezirksligisten SpVgg Ruhmannsfelden, wird den Posten bei den Bayerwäldlern zum 1. Juni übernehmen. Der 67-Jährige bringt langjährige Erfahrung mit, verfügt über ein ausgezeichnetes Netzwerk und gilt in Ostbayern als absoluter Fachmann. Stern ersetzt Sportvorstand Wolfgang Fischer, der im Juni bei den dann anstehenden Neuwahlen nicht mehr kandidieren wird. Das Engagement von Stern soll zunächst bis Sommer 2021 dauern. Geplant ist aber eine längerfristige Zusammenarbeit.

Bad Kötztings Klubchef Willi Bielmeier wusste seit Herbst 2019, dass der bisherige Sportvorstand Fischer in diesem Sommer bei den Neuwahlen nicht mehr antreten wird. Der 58-Jährige gibt für seinen Rückzug familiäre Gründe an. Nun konnte mit Viktor Stern der Nachfolger präsentiert werden. Der Kötztinger Klubboss zeigte sich sehr zufrieden einen Fachmann wie Stern verpflichten zu können: “Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, mit Viktor Stern einen absoluten Fachmann zu verpflichten. Er bringt sehr viel Erfahrung mit und gilt als absoluter Fachmann in der Szene.” Stern, der in Ruhmannsfelden wohnt, hört nach mehr als drei Jahrzehnten als Trainer auf: “Ich kann aber noch nicht ganz Schluss machen, wollte weiter im Fußball bleiben, aber nicht mehr unbedingt auf dem Trainingsplatz. Die Aufgabe in Bad Kötzting reizt mich und ich freue mich darauf. Die Kötztinger sind seit Jahren ein Spitzenklub in Ostbayern, daher ist es eine reizvolle Aufgabe.” Stern wird seinen Posten am 1. Juni antreten. Stern, der von Trainer Uli Karmann geworben worden ist die Aufgabe zu übernehmen, wird wie Karmann zunächst bis Sommer 2021 tätig sein. “Ich hoffe aber, dass wir auf diesen beiden Positionen Kontinuität reinbekommen und beide längerfristig bei uns bleiben werden”, sagte Präsident Bielmeier.

Im Rahmen der Vorstellung von Stern wurde auch gleich die Konzeption für die nächsten Jahre vorgestellt. “Wir wollen in der Landesliga wieder eine Spitzen-Mannschaft stellen. Aber ich appelliere an jeden Fan: Wir müssen Geduld haben, das kann ein oder zwei Jahre dauern.” Dazu sagte Stern: “Wir sind mit der Kaderplanung spät dran. Normalerweise muss man damit schon im Herbst beginnen.” Denn eines ist auch klar: Nach dieser Saison, die Rotblauen wollten oben mitspielen, sind aber nicht mehr als Mittelmaß, wird es einen Schnitt im Kader geben. Es wird einige Abgänge geben und die müssen ersetzt werden. Derzeit besteht das Team ohnehin nur aus 15 Feldspielern, 18 sollte es 2020/21 sein. Acht bis zehn neue Kicker, so über den Daumen, müssen verpflichtet werden. “Das wird nicht einfach, denn viele Spiele sind schon unter Vertrag. Im Grunde müssen wir jetzt schon mit der Planung für die übernächste Saison beginnen”, sagte Stern.

Stern hatte bereits zu Weihnachten seinen Abschied zum Saisonende in Ruhmannsfelden verkündet: “Ich wohne dort, habe schon dreimal das Traineramt übernommen und habe Ruhmannsfelden schon mehr als zehn Jahre trainiert. Es war klar, wenn es einen Nachfolger gibt, dass ich dann aufhöre. Mein aktueller Co-Trainer und langjähriger Spieler Martin Kress wird mein Nachfolger am Lerchenfeld”, ließ Stern wissen. Der 33-Jährige möchte als Cheftrainer arbeiten und der Verein gibt ihm nun diese Möglichkeit. Stern ist in seiner dritten Mission in Ruhmannsfelden tätig und konnten in den beiden Vorjahren jeweils die Vizemeisterschaft in der Bezirksliga Ost erringen, scheiterte aber beide Male in der Relegation am Landesliga-Aufstieg. Während sich Stern, aktuell ist sein Team Sechster, mit einer anständigen Platzierung verabschieden möchte, hoffen die Kötztinger laut ihrem Klubchef eines: “Wir wollen doch schauen, dass wir möglichst schnell und ohne Probleme den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen, damit wir dann in den nächsten Jahren eine bessere Rolle in der Landesliga spielen können.” Der dankte ausdrücklich Sportvorstand Fischer: “Wolfgang hat bei uns in den letzten Jahren großartige Arbeit geleistet, dafür gebührt ihm großer Dank.