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Foto: R. Richter

Sieg in letzter Minute gegen Pfreimd

Aschenbrenner trifft gegen Pfreimd in der Nachspielzeit zum Sieg für den 1. FC Bad Kötzting

Das war nichts für schwache Nerven – der 1. FC Bad Kötzting hat am Samstag einen Last-Minute-Sieg gegen Schlusslicht Pfreimd eingefahren. Die Badstädter taten sich lange schwer und gerieten in der 23. Minute sogar in Rückstand. Kapitän Florian Frisch glich noch vor dem Seitenwechsel aus. Als Michael Faber in der 89. Minute einen Foulelfmeter verschoss, schien das Remis zementiert. Doch Aschenbrenner erlöste die Badstädter mit der letzten Aktion des Spiels.

Es war eine richtungsweisende Partie für die Pfingstrittstädter, die unbedingt einen Dreier brauchten, um nicht weiter in den Abstiegsstrudel zu gelangen. Entsprechend flott gingen sie die Partie an. Nach drei Minuten vergab Stefan Hofner die erste dicke Gelegenheit. Die Partie kannte zunächst nur eine Richtung – und zwar auf das von Michael Herrmann gehütete Tor der SpVgg. Die meldete sich erstmals in der 11. Minute zu Wort. Torjäger Bastian Lobinger zog ab, FC-Keeper Moritz Riedl klärte zur Ecke. Lobinger war auch zwei Minuten später zur Stelle, seinen Drehschuss konnte Riedl zur Ecke lenken. Der Anfangsschwung der Heimelf war vorbei, sie hatte jetzt Mühe gegen die kompakten Pfreimder. Die standen tief und lauerten auf Konter. In der 23. Minute waren sie erfolgreich. Die Badstädter waren im Defensivzentrum völlig entblößt, Lobinger bediente Herzog, der an Riedl vorbeiging – 0:1 (23.). Nur fünf Minuten später zog Schießl ab, doch Riedl verhinderte das 0:2.

Erst jetzt bekamen die Rotblauen die Partie wieder besser in den Griff. Michael Faber, der früh für den angeschlagenen Schambeck kam, kurbelte nun an. Er war auch Ausgangspunkt für den Ausgleich. Faber steckte durch auf Hofner, der ging mit Tempo in den Strafraum, legte quer zu Kapitän Florian Frisch – 1:1 ein (35.). Beim Kabinengang war klar, die Badstädter mussten weitaus mehr investieren, um das Schlusslicht in die Knie zu zwingen. Und das taten sie auch, sie machten nun richtig Druck. n Frisch verzog aus 16 Metern (47.) , drei Minuten später wurde der Kopfball von Aschenbrenner kurz vor der Linie geblockt. Die größte Möglichkeit bis dahin hatte Max Drexler. Faber hatte geflankt, doch der einlaufende Drexler ließ den Ball völlig frei vor Keeper Hermann über den Scheitel rutschen. Jetzt wurde das Tabellenschlusslicht eingeschnürt. Erneut hatte Drexler die Führung auf dem Fuß, er schoss jedoch drüber. Danach scheiterte Faber am SpVgg-Keeper. Im Gegenzug konnten sich die Pfreimder das erste Mal nach der Pause befreit. Riedl rettete gegen Lobinger mit dem Fuß (62.). Die erste Angriffswelle der Gastgeber war etwas verpufft. Sie hatten in der 71. Minute Glück, dass Lobingers Ball aus 20 Metern nur das Lattenkreuz streifte.

In der Schlussviertelstunde mobilisierten die Badstädter nochmals alle Kräfte und schnürten die aufopferungsvoll kämpfenden Gäste regelrecht ein. Fabers Freistoß ging um Zentimeter am Pfosten vorbei. Bei der Hereingabe von Walter Müller reklamierten alle Handspiel (87.). Der Unparteiische ließ allerdings weiterlaufen, um zwei Minuten später doch auf den Punkt zu zeigen. Jakub Süsser wurde im Strafraum zu Boden gerissen, und Lobinger musste dafür mit Gelb-Rot vom Platz. Faber trat an, setzte aber die Kugel deutlich über den Querbalken (89.). In der Nachspielzeit standen die Bad Kötztinger mit Mann und Maus im Pfreimder Strafraum. Am Ende spitzelte der am Boden liegende Drexler den Ball zu Aschenbrenner, der die Kugel zum viel umjubelten 2:1 versenkte (90.+4).

Trainerstimmen

Tobias Bernklau (SpVgg Pfreimd): „Wir wollten aus einer kompakten Defensive agieren und mit schnellem Umschaltspiel Konter setzen. Das ist uns in Halbzeit eins sehr gut gelungen. Dass die Bad Kötztinger nach der Pause Druck machen würden, war klar. In der letzten halben Stunde hat der Unparteiische ein wenig die Linie verloren und es wurde hektisch. In der Nachspielzeit das 2:1 zu bekommen, ist für meine Mannschaft sehr bitter. Ich denke, sie hätte sich ein Remis verdient gehabt, denn sie hat kämpferisch und auch taktisch eine sehr gute Partie abgeliefert.

Sebastian Niebauer (1. FC Bad Kötzting): „Ich glaube schon, dass dieses Ergebnis insgesamt in Ordnung geht. Pfreimd hat aber das abgeliefert, was wir erwartet haben. Kämpferisch sehr stark und über die schnellen Außen und Lobinger immer wieder gefährlich. Wir brauchen einfach zu viele Aktionen im Strafraum, um erfolgreich zu sein. Der Unparteiische hat sehr viel laufenlassen, weshalb das Spiel sehr hart umkämpft war. Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Erfolg für uns, wir hätten nur früher unsere Chancen verwerten müssen.“