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Foto: D. Meier

FCK verliert gegen Fortuna

Peter Grajciar erhält aufgrund einer vermeintlichen Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte

Landesliga-Duelle zwischen dem 1. FC Bad Kötzting und Fortuna Regensburg waren in den letzten Jahren immer besondere Spiele mit zumeist viel Hektik und Aufregung. Das war auch am Samstag wieder so, als sich die Rotblauen aus ihrer Sicht unglücklich mit 1:3 (0:1) beugen mussten. Kötztings Trainer Uli Karmann, als sehr fairer Sportsmann bekannt, war nach dem Abpfiff allerdings stinksauer und sah in Schiedsrichter Stefan Dorfner eindeutig den Schuldigen an der Niederlage. Denn mindestens zwei nicht gegebene Elfmeter und in der Folge eine fragwürdige rote Karte gegen Peter Grajciar, da stand es noch 1:1, ebneten erst den Weg zum Sieg der Fortuna, die an diesem Tag nicht nur namentlich mit der Glücksgöttin im Bunde stand.

In Halbzeit eins lief es für die Truppe vom Roten Steg nicht besonders gut, die Bielmeier-Truppe kam nicht so richtig ins Spiel. Dennoch hatte Dominik Hanninger schon in Minute zwei die Chance auf den Führungstreffer, fand aber in Tormann Daniel Hanke seinen Meister. Wie aus dem Nichts die Führung für Regensburg, als Maximilian Ditandy geschickt wurde und der Tobias Vogl im Kötztinger Tor keine Chance ließ (41.). Zwei Minuten später sahen die Hausherren ein klares Handspiel eines Gästeakteurs im Strafraum, aber der Schiedsrichter aus Falkenfels sah das anders.

“Wir haben in der Pause einige Dinge angesprochen und dann lief es für uns besser, wir haben dann richtig Druck gemacht”, schilderte FCK-Trainer Karmann. Aus dem Getümmel heraus gelang Michal Hvézda der verdiente 1:1-Ausgleich (52.). Die 57. Minute sollte entscheidenden Charakter bekommen, als Jonas Berzl laut Meinung der Heimelf klar elfmeterwürdig gefoult wurde aber erneut sah das der Referee anders. Peter Grajciar, der kein Deutsch spricht, begann in seiner Heimatsprache zu fluchen, soll übersetzt “so ein Mist” gesagt haben. Das nahm der Unparteiische persönlich und zeigte dem gebürtigen Slowaken zur Verwunderung aller die rote Karte.

“Der Schiedsrichter hat mit seinen Fehlentscheidungen den Ausgang dieses Spiels ganz klar beeinflusst und uns benachteiligt. Wir hätten mindestens zwei Elfmeter bekommen müssen und der Platzverweis war ein Schmarrn”, war Karmann stinksauer: “Ich sage sonst nichts gegen den Schiedsrichter, aber in diesem Fall war das offensichtlich”, ließ der FCK-Vorturner mächtig Dampf ab. Denn in der 61. Minute gab es eine weitere Situation, als Hvézda im Strafraum gelegt wurde und auch da blieb die Pfeife stumm.

Was folgte, war, dass die Gäste die Überzahl in zwei Tore ummünzen konnten und so den Badstädtern die zweite Heimniederlage in Folge bescherten. Denn schon im Gegenzug gab es einen Freistoß aus 28 Metern, der von Thomas Zöllner getreten im kurzen Eck zum 2:1 für Regensburg einschlug, wobei Keeper Vogl keine gute Figur machte (63.). Fünf Minuten später konnte die Hintermannschaft der Hausherren eine Hereingabe nicht klären und so konnte Philip Bockes zum 3:1 einschießen, was die Entscheidung bedeutete (68.). “Unter dem Strich war es eine Frechheit, was der Schiedsrichter gepfiffen hat. Wir waren in der zweiten Halbzeit bis zur roten Karte klar die bessere Mannschaft und sind um den Lohn unseres Einsatzes gebracht worden”, zeigte sich Karmann schwer enttäuscht.   dme