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Gegenfurtner, Niebauer & Co. fuhren am Wochenende die ersten drei Punkte in der Landesliga im Jahr 2019 ein. Foto: R. Richter

Erster Landesligasieg nach dem Winter

FCK gewinnt sein Heimspiel knapp, aber verdient mit 2:1 gegen den FC Sturm Hauzenberg

Endlich der erste Sieg nach der Winterpause für den 1. FC Bad Kötzting – in einer phasenweise recht zähen Partie behielten die Badstädter mit 2:1 verdient die Oberhand gegen den FC Sturm Hauzenberg. Verdient deshalb, weil sie deutlich mehr investierten als die Staffelberger, die scheinbar nur auf ein Remis aus waren am Roten Steg. Den Siegtreffer erzielte Aschenbrenner per Kopf ( 79.).

Über weite Strecken dieser Partie war zu sehen, dass beide Teams noch mit den Nachwirkungen der vergangenen Spieltage zu kämpfen hatten. Beide waren punktlos gestartet, entsprechend zäh und vorsichtig ging es zur Sache. Dennoch hatten die Badstädter den besseren Start. Ein klasse Gassenpass von Max Gegenfurtner brachte Dominik Hanninger, der 6. Minute in beste Schussposition. Der Youngster, der eine ansprechende Partie ablieferte, scheiterte völlig frei an Sturm-Keeper Obermüller. Zwei Minuten später scheiterte Spirek am glänzend reagierenden Obermüller. Der Hauzenberger Keeper avancierte früh zum besten Akteur seiner Mannschaft.

In der 17. Minute die kalte Dusche für die Rotblauen – nach der Balleroberung von Alex Geiger im Mittelfeld ging es schnell gegen die unsortierten Badstädter. Über die rechte Seite kam der Ball auf den langen Pfosten und Dominik Manzenberger „wurstelte“ ihn ins Netz. Dieser allererste Angriff des FC Sturm zeigte Wirkung bei der Penzkofer-Elf. Die verlor zeitweise den Faden, die Hauzenberger hatten sich gefangen und nun wenig Mühe, die Badstädter von der gefährlichen Zone fernzuhalten. Die hatten zwar gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, es fehlten aber Tempo und Ideen. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs nahm das Spiel nochmal auf. Spirek scheiterte mit seinen Freistoß an Obermüller (32.). In der Nachspielzeit wieder einmal ein gefährlicher Angriff der Rotblauen –Hofner war durch bis zur Grundlinie, eine Direktabnahme konnte von Hauzenberg noch auf der Linie geklärt werden. Dann war Miro Spirek zur Stelle und schob zum Ausgleich ein (45+2).

Alex Geiger reagierte. Er brachte einen zweiten Angreifer ins Spiel, wollte so mehr Spielanteile für seine Elf. Allerdings ohne großen Erfolg, der Sturm blieb blass und zurückhaltend. Immer wieder trieb Geiger seine Jungs an, mehr in dieses Spiel zu investieren. Das taten vielmehr die Badstädter Mitte der zweiten Hälfte. Nun spürte man, dass sie den Platz als Sieger verlassen wollten. Den Torschrei auf den Lippen hatte der rotblaue Anhang in der 67. Minute, doch Obermüller kratzte den Ball von Gegenfurtner von der Linie.

Die Penzkofer-Elf blieb am Drücker, zehn Minuten vor Ende gelang Johannes Aschenbrenner das Siegtor. Ein Eckball wurde zunächst geklärt. Beim folgenden Flankenball standen zwei Sturm-Verteidiger bei Aschenbrenner, der gegen die Laufrichtung von Obermüller ins lange Eck köpfte (79.). Spielertrainer Geiger hatte den Ausgleich auf dem Fuß. Er stand nach einer Flanke völlig blank, doch seine Direktabnahme lenkte FC-Keeper Riedl über die Latte (84.). Im Gegenzug tauchte Spirek vor Obermüller auf, der erneut Sieger war. In der Nachspielzeit sah der gefrustete Geiger nach einem Wortgefecht mit dem Schiri Gelb-Rot.

Die Trainerstimmen

Alex Geiger (FC Sturm Hauzenberg): „Wir wollten tief stehen und auf Konter lauern. Das ist aufgegangen, die Hausherren hatten zwar gefühlt 80 Prozent Ballbesitz, aber wir haben mit unserem ersten gefährlichen Angriff zugeschlagen. Zuvor hat uns unser Keeper im Spiel gehalten. Mit zwei Angreifern wollte ich nach dem Wiederanpfiff für etwas Entlastung sorgen. Bad Kötzting hat zwar gedrückt, aber auch das wäre aufgegangen. Der Siegtreffer hätte so nicht fallen dürfen. Der Sieg für den 1. FC Bad Kötzting ist verdient.“

Ben Penzkofer (1. FC Bad Kötzting): „Wir wollten dieses Spiel unbedingt gewinnen und haben ganz stark begonnen. Wieder haben wir zwei Riesenchancen zu Beginn liegenlassen. Danach kam die kalte Dusche mit dem Gegentor aus dem Nichts und wir sind aus dem Tritt gekommen. In unserer derzeitigen Verfassung hatten wir dann Probleme gegen das 4-5-1 System der Hauzenberger. Wir hätten vieles besser machen können und müssen. Am Ende war aber unser Sieg vollauf verdient, weil wir die klareren Möglichkeiten hatten.“