Landesliga

Kötzting muss auf Kareths Höhen punkten

Badstädter dürfen den Anschluss an das Mittelfeld nicht verlieren

Bereits am heutigen Freitag ist der 1. FC Bad Kötzting in der Landesliga gefordert. Die Badstädter müssen reisen und treten um 19 Uhr beim TSV Kareth-Lappersdorf an. Eine immens wichtige Partie für die Rotblauen, denn sie sind mittlerweile auf den Relegationsplatz abgerutscht und dürfen den Anschluss an die rettenden Plätze nicht verlieren. Es muss also heute Abend unbedingt gepunktet werden auf Kareths Höhen.

 

Kein einfaches Unterfangen für Jiri Vondra und seine Schützlinge, denn auch die Gastgeber scheinen seit geraumer Zeit zu schwächeln. Zählte der TSV zu Saisonbeginn durchaus noch zu den Überraschungsteams, ist mittlerweile ebenfalls etwas Katerstimmung auf Kareths Höhen. Die Elf von Urgestein Sepp Schuderer wartet nunmehr schon seit 7 Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn, die Reise geht derzeit scheinbar ungebremst Richtung nach unten in der Tabelle. Und die ist trügerisch, zwar liegt der TSV derzeit auf Rang zehn, zu den Relegationsplätzen sind aber gerade einmal vier Punkte Luft. Zumindest gab es am vergangenen Spieltag beim 1:1 TSV Bogen einen Zähler für die Gastgeber, auch wenn die Partie auf einem überschaubaren Niveau ablief und Tobias Witzmann erst in der Nachspielzeit zum Ausgleich traf.

 

Heute Abend soll es aus Sicht der Hausherren nach zuletzt drei Heimniederlagen wieder klappen mit einem Dreier. Gegen einen Gegner, gegen den man zwar eine miserable Heimbilanz aufweist, der aber tief in einer Krise steckt. Die Badstädter kriegen es einfach nicht auf die Reihe, auch nur annähernd Konstanz in ihr Spiel zu bekommen. 33 Gegentore, noch kein einziges Remis in dieser bisherigen Spielzeit – die Quittung dafür sieht man anhand des aktuellen Tabellenplatzes. „Deshalb wollen wir diese Partie heute Abend auch gewinnen“, macht TSV-Coach Sepp Schuderer unmissverständlich klar. Damit könnten die Gastgeber nicht nur den Abstand auf die Badstädter deutlich vergrößern, auch der zu den Relegationsplätzen wäre dann wieder etwas Luft. Personell schaut es bei den Gastgebern gut aus. Lediglich Maximilian Vogl fehlt noch wegen eines Kreuzbandrisses, ansonsten kann Sepp Schuderer aus den Vollen schöpfen.

 

Es wird also wieder eine enge Kiste werden für die Badstädter, die sich Woche für Woche selber im Weg stehen. So wie zuletzt in Burglengenfeld, als Mario Mühlbauer ausrutschte und dem ASV mit dem frühen Führungstreffer voll in die Karten spielte. „Es ist längst eine Kopfsache bei den Spielern“, so Jiri Vondra, der bei vielen Spielern „fehlendes Selbstvertrauen und auch schon ein wenig Angst ausmacht“. Dass seine Schützlinge durchaus ihr Handwerk verstehen, dass haben sie auch wieder in Burglengenfeld gezeigt, als sie nach dem unglücklichen Rückstand sofort wieder im Spiel waren und dieses sogar über einen längeren Zeitpunkt bestimmten.
Das Erfolgserlebnis fehlt halt. Dann ginge vieles leichter“, ist sich Vondra sicher. Der war Zaungast beim Spiel der Karether in Bogen und hat den Gegner unter die Lupe genommen. „Unserer Kragenweite. Wenn wir nicht wieder so gravierende Fehler machen und konzentriert agieren, dann ist was drin“, so sein Urteil. Eines ist Vondra aber auch klar: „Können wir unsere individuellen Fehler nicht abstellen, werden wir auch in Kareth leer ausgehen“.

 

Bei den Badstädtern sieht es personell ähnlich wie in den vergangenen Wochen aus. Wolfgang Liebl könnte vielleicht wieder eine Alternative sein. Einen Lichtblick gibt es in Sachen Filip Trantina, sein Comeback zeichnet sich ab. Ihn hatte Vondra schon ihm Heimspiel gegen Neukirchen als mögliche alternative auf dem Zettel. „Für Kurzeinsätze könnte es schon reichen. Filip fühlt sich gut, vielleicht kann er uns schon helfen“.

 

Eine brisantes Match also für die Badstädter, in dem eine ganze Menge auf dem Spiel steht. Verlieren verboten, so lautet zumindest die Vorgabe