Landesliga

1.FCK möchte nachlegen

Nach den zwei Auftaktsiegen wollen die Badstädter im Heimspiel gegen den TSV Bad Abbach ihre weiße Weste behalten

Zwei Spiele, zwei Siege – besser hätte der Start für den 1. FC Bad Kötzting in der Landesliga-Mitte nicht sein können. Dem Auftaktsieg gegen Kareth-Lappersdorf ließen die Badstädter am Mittwochabend einen souveränen 3:0-Auswärtssieg beim SC Ettmannsdorf folgen. An diesem Samstag ist der TSV Bad Abbach zu Gast am den Roten Steg (Anstoß 14 Uhr). Ein weiterer Dreier und der Traumstart für die Penzkofer-Elf wäre perfekt.

 

Soweit denkt Bad Kötztings Trainer Ben Penzkofer aber noch nicht. „Wir haben zwar in Ettmannsdorf ein sehr gutes Spiel gezeigt, die Gastgeber haben aber sicherlich nicht ihren allerbesten Tag gehabt“, hält Penzkofer den Ball trotz zweier Siege und einen bislang tollen Start den Ball flach. Auch, weil Penzkofer nicht die besten Erinnerungen an das Totopokalspiel vor gut zwei Wochen in Bad Abbach hat.

 

2:2 stand es nach hart umkämpften 90 Minuten, im folgenden Elfmeterschießen waren die Kicker von der Freizeitinsel die Glücklicheren und zogen in die nächste Runde ein. „Das war ein Vorgeschmack, was uns an diesem Samstag erwarten kann. Eine sehr bissige Mannschaft, die sehr robust zur Sache geht. Ich erwarte schon eine ganz andere Gangart des Gegners, als das in Ettmannsdorf der Fall war“, so der Coach der Rotblauen. Die hat schon mal Bad Abbachs neuer Coach Thorsten Holm nach der Heimniederlage gegen Burglengenfeld angekündigt. „In Bad Kötzting müssen wir wieder ganz anders zu Werke gehen. Das war zu wenig, wir konnten nicht an die gute Leistung von Waldkirchen anknüpfen“, hofft der ehemalige Kicker des Jahn auf eine entsprechende Reaktion seiner Jungs im Bayerwald.

 

Fehlen wird bei den Bad Abbachern Offensivspieler Simon Sigl, der privat verhindert ist und Matthias Lang mit Muskelproblemen. Auch deshalb tut sich Ben Penzkofer schwer, die Bad Abbacher in dieser frühen Phase der Saison richtig einzuschätzen. Einem überraschenden 2:0-Erfolg zum Auftakt beim Favoriten TSV Waldkirchen folgte eine ebenso überraschende 0:2-Niederlage am Mittwoch auf heimischem Geläuf gegen den ASV Burglengenfeld. „Wir sind aber auf jeden Fall auf alles vorbereitet“, hofft Ben Penzkofer, dass seine Jungs an die starke Vorstellung in Ettmannsdorf anknüpfen können.

 

Ben Penzkofer weiß, dass es jetzt wichtig ist, die Mannschaft zu allererst auf den Boden der Tatsachen zu holen. „Guter Saisonstart hin oder her. Wir brauchen wieder die richtige Einstellung zum Spiel und jetzt keinesfalls einen Schuss Überheblichkeit“, will Penzkofer einem möglichen Schlendrian schon im Vorfeld den Kampf ansagen. Tatsächlich funktionierte das in Ettmannsdorf bestens. Aus einer sicheren Defensive kontrollierten die Badstädter die Partie fast über die gesamte Spielzeit und kamen kaum in Bedrängnis. „Nur in wenigen Phasen des Spiels haben wir etwas nachgelassen, weil wir unkonzentriert und nicht mehr konsequent waren“,sagt Penzkofer.

 

Personell dürfte sich gegenüber dem Spiel in Ettmannsdorf kaum etwas ändern. Martin Vesenjak hat wohl seine Rückenprobleme überstanden und das Abschlusstraining absolviert, ob Ben Penzkofer aber die erfolgreiche Elf ändern wird, bleibt abzuwerten. Man darf also gespannt sein, wie das Duell der beiden Kurstädte ausgehen wird. Die Rotblauen werden jedenfalls alles daran setzen, diese Partie zu gewinnen. Dann könnte man sich für die nächsten Wochen im oberen Drittel der Tabelle festsetzen und deutlich entspannter als in den vergangenen Spielzeiten den kommenden Wochen entgegensehen.