Landesliga

FCK verliert gegen Hutthurm

Hutthurms Neunteufel macht den Unterschied

Es bleibt dabei. Der 1. FC Bad Kötzting kommt nicht vom Fleck und muss sich nach der 1:2 Heimniederlage gegen den SV Hutthurm in den kommenden Wochen mit der hinteren Tabellenregion anfreunden. Am Ende muss man den Badstädtern eine unglückliche Niederlage attestieren. Die gingen nach einer guten Anfangsphase durch Stefan Hofner (21.) in Führung. Torjäger Benjamin Neunteufel drehte mit seinen beiden Treffern die Partie am Roten Steg. Danach liefen die Badstädter permanent an, vergaben aber dicke Möglichkeiten und standen nach neunzig Minuten mit leeren Händen da.

 

Eine alte Fußballweisheit bewahrheitet sich derzeit für den 1. FC Bad Kötzting. „Wenn du kein Glück hast, dann kommt auch noch Pech dazu“. Zumindest in den letzten 30 Minuten fehlte es den Badstädtern am notwendigen Quäntchen Glück. Adam Vlceks Kopfball ans Lattenkreuz, Thomas Fredl beim Nachschuss aus drei Metern über das Tor. Und dann Miro Spiréks Sololauf fast allein von der Mittellinie. Er schob das Leder am Pfosten vorbei.

 

Für eine Überraschung sorgte Peter Gallmaier schon vor der Partie. Die Stammkräfte Michael Eyerer, Thomas Fredl und Adam Vlcek mussten auf der Bank Platz nehmen. Für sie standen Patrick Lex, Robin Rendler und Neuzugang Simon Kopp in der Startelf.
Und die begann schwungvoll. Spirek prüfte Tobias Huber gleich einmal aus 20 Metern (4.). Die Gäste anfangs auffallend verhalten, sie lauerten eher auf Fehler der Badstädter, um dann schnell vor das Tor von Michael Mader zu kommen. Klarer das Spiel der Rotblauen und nach zwanzig Minuten die erste große Möglichkeit für die. Aschenbrenner bediente Simon Kopp und der lief aus halbrechter Position auf Huber zu. Der reagierte beim Schuss des Neuzugangs stark. Eine Minute später die Führung für die Heimelf und die war überragend herausgespielt. Miroslav Spirek mit einem tollen Pass auf den einlaufenden Stefan Hofner und der blieb eiskalt vor Tobi Huber. 1:0 für die Badstädter (21.).

 

Die Freude bei den Gastgebern währte ganze vier Minuten, dann musste Michael Mader den Ball aus dem Netz holen. Der Ausgleich - typisch für die Gallmaier-Elf. Eigener Eckball für die sie, ein Ballverlust etwa 70 Meter vor dem eigenen Tor und dann ein klassischer Konter. Neunteufel kam aus 14 Metern zum Abschluss und es stand 1:1 (25.). Die gute Anfangsphase war dahin bei den Badstädtern, beide Teams mühten sich nun mehr und mehr im Mittelfeld. Kurz vor der Pause noch zwei Aufreger. Michael Mader fischte einen Kopfball von Patrick Slodarz aus dem Eck (38.) und danach die dicke Möglichkeit für die Hausherren. Ein Überzahlspiel am Strafraum. Aschenbrenner schloss zum hastig ab, er übersah den völlig freistehenden Michael Eyerer.

 

Gleich nach Wiederanpfiff Hutthurm mit dem besseren Start. Resch machte auf sich aufmerksam. Bei seinem Solo über das halbe Spielfeld war bei Michael Mader Schluss. Dann die Führung für die Gäste. Die Badstädter zu sorglos und bei der anschließenden Flanke bekam Neunteufel nur höflichen Begleitschutz. Gegen seine Kopfballbogenlampe war Michael Mader machtlos (53.). Nun waren die Hausherren verunsichert, Michael Mader musste gegen Patrick Slodarz per Fußabwehr klären (56.). Das sollte es gewesen sein mit den Offensivbemühungen der Gäste, die Hausherren bliesen zur Offensive.

 

Michael Eyerer mit der großen Möglichkeit zum Ausgleich. Spirek hatte ihn frei gespielt, doch sein Schuss aus halblinker Position ging über das Tor. Hutthurm nun mächtig unter Druck, sie bauten einen Abwehrriegel um den eigenen Strafraum auf. Stefan Hofner war dennoch durch bis zur Grundlinie, seine Hereingabe mit viel Glück zur Ecke abgewehrt. Dann Pech für die Rotblauen. Adam Vlcek setzte seinen Kopfball ans Lattenkreuz, den abprallenden Ball köpfte der heranstürzenden Thomas Fredl aus 3 Metern über das Tor (82.). Die Gallmaier-Elf lief weiter an, der SV Hutthurm wackelte. Dann die 89. Spielminute. Eine Lücke in der Gästedefensive und Miroslav Spirek war auf und davon. Völlig alleine vor Tobias Huber versagten dem ansonsten bärenstarken Tschechen die Nerven. Er schob das Leder um Zentimeter am Pfosten vorbei (89.). Als Johannes Aschenbrenner in der Nachspielzeit seinen Kopfball am Pfosten vorbeisetzte war den gut 250 Zuschauern im Stadion klar. Es sollte einfach nicht sein mit dem Ausgleich.

 

Dann war Schluss am Roten Steg. Die Badstädter hatten drei wichtige Punkte liegen gelassen. Gegen wahrlich keinen übermächtigen Gegner, der fleißig und kampfstark agierte, aber mit Benjamin Neunteufel einen Mann in seinen Reihen hatte, der an diesem Tag den Unterschied ausmachte.
Für die Badstädter dürfte damit klar sein, dass die nächsten Wochen schwierig werden und sie sich mit der hinteren Tabellenregion anfreunden müssen.

 

1. FC Bad Kötzting: Mader, Liebl (33. Eyerer), Lex, Christoph, Aschenbrenner, Hofner, Süsser, Kopp (55. Vlcek), Mühlbauer, Rendler (60. Fredl), Spirek
SV Hutthurm: Huber, Eglhofer, Lorenz, Bartl, Weber, Slodarz (76. Schwarz), Stockinger, Resch (75. Obermeier), Neunteufel, Vasic (46. Schätzl), Kesten
Schiedsrichter: Thomas Ehrnsperger (Rieden)
Zuschauer: 280.
Tore: 1:0 Stefan Hofner (21.), 1:1 Benjamin Neunteufel (25.), 1:2 Benjamin Neunteufel (53.).

 

 

Stimmen zum Spiel

Dominik Schwarz (Spielertrainer SV Hutthurm): Insgesamt muss ich sagen, dass unser Sieg über neunzig Minuten gesehen etwas glücklich ist. Bad Kötzting hat sehr gut begonnen und ist mit einem toll herausgespielten Tor auch verdient in Führung gegangen. Aus dem Nichts sind wir zum Ausgleich gekommen und konnten sogar nach der Pause in Führung gehen. Da war Kötzting verunsichert und wir haben einen Riesen Konter miserabel zu Ende gespielt. Dann hat Kötzting richtig Druck gemacht und wir hatten bei der Chance von Spirek Riesenglück,. Das hätte der Ausgleich sein müssen. Ein Remis wäre vielleicht das gerechtere Ergebnis gewesen, aber wir nehmen die Punkte gerne mit.

 

Peter Gallmaier (Trainer 1. FC Bad Kötzting): Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten die drei Punkte. Entsprechend gut haben wir begonnen und sind verdient in Führung gegangen. Dann wir ein Tor, das typisch ist für uns. Aus eine eigenen Eckball bekommen wir den Konter zum Ausgleich. Wir waren da nicht in der Lage ein taktisches Foul zu machen. Auch beim 2. Treffer haben schlecht ausgesehen. Dann hat aber die Mannschaft alles gegeben und Hutthurm war nur noch in der Defensive. Manchmal waren wir da zu hektisch. Miroslav Spirek hätte den Ausgleich machen müssen. Leider hat er diese große Möglichkeit vergeben und es ist wieder eine sehr unglückliche Niederlage.