Landesliga

Erster Heimsieg ist perfekt

Etzenricht vergibt anfangs zu viele Chancen und wird danach von den Badstädtern eiskalt abserviert

Der 1. FC Bad Kötzting hat am Samstagnachmittag den bislang verlustpunktfreien SV Etzenricht mit 4:1 besiegt. In einer guten Landesligapartie waren in der Anfangsphase die Gäste klar spielbestimmend, versäumten es aber, ihre Vielzahl an Chancen zu verwerten. Dies bestraften die Badstädter eiskalt, gingen durch die Tore von Johannes Aschenbrenner (31.) und Stefan Hofner (35.) mit einem Zweitorevorsprung in die Pause. Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber Herr der Lage, Johannes Aschenbrenner markierte nach 58 Minuten auf 3:0. Johannes Plötzl (82.) gelang zwar der Anschlusstreffer, Rückkehrer Christoph Schambeck stellte aber eine Minute vor Spielende den 4:1 Endstand her.

 

Gästecoach Michael Rösch hatte einen mutigen Auftritt seiner Elf angekündigt und die hielt Wort. Zwar hatten die Gastgeber nach fünf Minuten durch Stefan Hofner und Miroslav Spirek die erste Doppelmöglichkeit, in den folgenden zwanzig Minuten hatte aber der SV das Sagen am Roten Steg. Alleine Andre Klahn, den die Hausherren lange Zeit nicht in den Griff bekamen, hätte die Partie alleine entscheiden können, ja müssen. Dem fehlte an diesem Tag oftmals das Schussglück, oder er fand bei seinen Aktionen in Petr Mulac im Tor der Badstädter seinen Meister. Der musste gegen den Knaller von Klahn zunächst entschlossen eingreifen (8.), ehe dem wieselflinken Angreifer der Gäste der Ball versprang, nachdem er drei Akteure der Badstädter im Strafraum einfach stehen ließ.

 

Andre Klahn wurde in den folgenden Minuten zum Alleinunterhalter. Mulac mit einer Glanztat, als Klahn frei vor ihm auftauchte (10.). Nachdem Matthias Graf nach einer gespielten Viertelstunde gerade noch vor der Linie klären konnte und der Kopfball von Martin Pasieka am leeren Tor vorbeitrudelte kam es wie es kommen musste. Die Gäste wurden für ihre Fahrlässigkeit vor dem Tor der Badstädter eiskalt bestraft. Miroslav Spirek wurde im Zentrum bei seinem Schussversuch geblockt und die Kugel sprang Johannes Aschenbrenner vor die Füße. Gegen seinen verdeckten Schuss aus 18 Metern war Luca Wittmann machtlos (31.). Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt und die Gastgeber setzten nach. Vier Minuten später der 2. Treffer für sie. Der agile Miroslav Spirek spielte sich am linken Flügel durch, seine Hereingabe drückte Stefan Hofner am langen Pfosten über die Linie. Den Gästen war der Zahn gezogen, sie gingen mit hängenden Köpfen in die Pause.

 

Gute zehn Minuten nach Wiederanpfiff die Gallmaier-Elf wieder Ãußerst effizient. Dieses Mal war Stefan Hofner der Vorbereiter für Treffer Nr. 3. Der tankte sich bis zur Grundlinie durch, Johannes Aschenbrenner stand im Zentrum goldrichtig und drückte das Leder über die Linie (58.). Die Vorentscheidung am Roten Steg gegen Gäste, die sich zwar weiter mühten, aber wohl immer noch ihren vielen Torchancen der Anfangsphase nachtrauerten. Die Gastgeber nun klar Herr der Lage. Der eingewechselte Christoph Schambeck hatte das 4:0 auf dem Fuß. Wieder war Spirek durch, Schambeck nahm die Kugel direkt und Wittmann reagierte im Tor reagierte klasse (78.). Fünf Minuten später der Anschlusstreffer für die Kicker vom Weidender Vorort. Der eingewechselte Johannes Plötzl nutzte eine unübersichtliche Aktion im Fünfmeterraum und stocherte das Leder ins Netz (82.). Das war noch nicht das Ende einer überaus unterhaltsamen Partie. Die gut 300 Zuschauer bekamen eine Minute vor Ende der Partie noch den vierten Treffer der Heimelf zu sehen. Lukas Hutta bediente Christoph Schambeck und der danach mit einer feinen Einzelaktion gegen zwei Gästeakteure. Am Ende schob Schambeck das Leder gekonnt ins lange Eck (89.).

 

Dann war Schluss am Roten Steg. Der erste Heimsieg und der zweite Sieg in Folge waren perfekt für die Gastgeber. Die Rösch-Elf verlor dagegen ihre weiße Weste. Enttäuscht hatten die Gäste aber keineswegs . Im Gegenteil, sie überzeugten spielerisch auf ganzer Linie, mussten sich aber an diesem Samstagnachmittag einzig und allein ihre vergebenen Tormöglichkeiten ankreiden lassen.

 

1. FC Bad Kötzting: Mulac, Graf, Liebl, Lex (65. Kaiser), Christoph, Aschenbrenner, Hofner (83. Hutta), Süsser, Fredl, Vlcek (65. Schambeck), Spirek - Trainer: Gallmaier.

SV Etzenricht: Wittmann, Nürnberger, Koppmann, Paulus, König (66. Göbl), Klahn, Herrmann, Jurek, Geber, Pasieka, Dietl (54. Pötzl) - Trainer: Rösch.
Schiedsrichter: Martin Schramm (Holzfreyung) - Zuschauer: 300.

 

 

Stimmen zum Spiel:

 

Michael Rösch (Trainer SV Etzenricht): Wir sind richtig gut in die Saison gestartet, wussten aber auch, dass es hier in Bad Kötzting schwer werden wird. Umso mehr sind wir heute enttäuscht, dass wir verloren haben, vor allen Dingen über die Art und Weise. Wir hatten so gut begonnen und haben Riesenmöglichkeiten vergeben. Da hätten wir das Spiel schon entscheiden müssen, aber das Gegenteil war der Fall. Bad Kötzting ist mit einer 2:0 Führung in die Pause gegangen. Nach dem Seitenwechsel haben wir es zwar nochmals versucht, aber wir waren da nicht mehr so energisch wie im ersten Durchgang. Bad Kötzting hat dann die Tore eiskalt gemacht. Schade, wir haben ein gutes Spiel gezeigt, stehen aber mit leeren Händen da.

 

Peter Gallmaier (Trainer 1. FC Bad Kötzting): Ich bin heute mit dem Ergebnis und mit der Einstellung meiner Spieler sehr zufrieden. Spielerisch sind wir aber immer noch nicht da, wo ich die Mannschaft haben will. Wir hatten in den ersten zwanzig Minuten einige Male Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten sind. Dann haben wir zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht, waren dieses Mal unheimlich effektiv vor dem Tor. Nach der Pause haben wir auch im spielerischen Bereich zugelegt, die beiden Treffer nach dem Seitenwechsel waren sehr schön herausgespielt. Wichtig sind heute die drei Punkte und unser zweiter Sieg in Folge.