Landesliga

Eine harte Nuss wartet in Burglengenfeld

Badstädter reisen weiter mit großen Personalsorgen zum wiedererstarkten ASV Burglengenfeld

Vier Spieltage vor Vorrundenschluss geht es für den 1. FC Bad Kötzting heute Nachmittag in den Naabtalpark zum ASV Burglengenfeld und sind dort unter Druck. Sie müssen zusehen, dass sie an diesem Wochenende nicht auf die Relegationsplätze durchgereicht werden, denn bereits am kommenden Dienstag geht es weiter. Dann wartet das Derby am Roten Steg, wenn der SV Neukirchen seine Visitenkarte abgibt.

 

Es bleibt dabei: Die Badstädter kommen nicht vom Fleck – 15 Zähler bedeuten für sie aktuell Rang 13 in der Tabelle, punktgleich mit dem TSV Bad Abbach auf dem Relegationsplatz. Zuletzt bedeutete die 2:5 Heimniederlage gegen den FC Sturm Hauzenberg einen weiteren herben Rückschlag. Und die offenbarte erneut die Baustellen im Team von Jiri Vondra. „Wir haben in der Defensive wieder viel zu unkonzentriert und sorglos agiert. Damit hatte der Gegner zu leichtes Spiel, um die Weichen auf Sieg zu stellen“, blickt Vondra zurück auf die Partie gegen den Sturm. Tatsächlich bekommen die Rotblauen die Defensivschwäche schon die gesamte Spielzeit nicht in den Griff. 30 Gegentore unterstreichen dies bislang, nur die beiden abgeschlagenen Teams aus Raigering und Schwarzenfeld können in diesem Bereich mehr bieten.

 

Da muss und kann sich die Mannschaft nur selber helfen“, ist auch Jiri Vondra ratlos über die teilweise haarsträubenden Fehler. Klar für ihn, dass diese schnellstmöglich abgestellt werden müssen, sonst wird es schwierig aus dem Abstiegskampf raus zu kommen. Und in diesem befinden sich die Badstädter mittlerweile ohne Wenn und Aber.

 

Bereits heute wird seine Defensive wohl wieder auf eine harte Probe gestellt, denn der gastgebende ASV hat sich nach anfänglichen Problemen mittlerweile gefangen. Bis zum 8. Spieltag lief es nämlich für die Elf von Matthias Bösl, die in den vergangenen Spielzeiten stets Platzierungen in der Spitzengruppe der Liga einfuhr, alles andere als rund. Die Wende dann im Heimspiel gegen den Jahn II, das mit 1:0 gewonnen wurde. Seitdem gab es nur noch eine Niederlage, in den vergangenen vier Partien sogar 10 Punkte für die Oberpfälzer. Die gehen demnach heute Nachmittag favorisiert in diese Partie, wenngleich die Bilanz für die Gastgeber nicht unbedingt für sie spricht. Legeglich in den beiden Relegationsspielen in der Saison 2014/2015, die für die Badstädter den Abstieg aus der Bayernliga bedeuteten, ging Matthias Bösl mit seinen Schützlingen als Sieger vom Platz. Alle anderen Pflichtspiele der beiden Teams hat bislang der FC für sich entschieden.

 

Das wollen wir heute Nachmittag ändern, denn die beiden Spiele in der Vorsaison haben wir klar verloren.“, hat Matthias Bösl heute Nachmittag die vollen drei Punkte im Visier. Auf einen Spaziergang stellt er sich aber nicht ein. „Bad Kötzting ist qualitativ eine sehr gute Mannschaft und wir dürfen sie keinesfalls am Tabellenplatz messen“, erwartet Bösl wie in allen Duellen zuvor eine harte Auseinandersetzung. Dieses Mal vielleicht mit einem entscheidenden Vorteil. „Der Gegner steht mächtig unter Druck, das könnte für uns sprechen“. Personell kann Matthias Bösl nicht groß klagen, bis Marc Seiber, Patrick Schleicher und Johannes Frey steht der gesamte Kader zur Verfügung.

 

Genau da ist bei den Badstädtern ein weiteres großes Problem auszumachen. Die Verletztenliste wir nicht geringer, der zur Verfügung stehende Kader ist stark ausgedünnt. Heute Nachmittag stehen neben den Landzeitverletzten zwei weitere Kicker nicht zur Verfügung. Thomas Fredl fehlt wegen einer Zahn-OP und Wolfgang Liebl hat sich im Training erneut an der Leiste verletzt. Zumindest stehen aber wieder Petr Mulac und Simon Kopp zur Verfügung. Beide konnten zuletzt in der Reserve ohne Probleme spielen. Ob möglicherweise Filip Trantina schon zum Kader gehört, muss man abwarten. Er absolvierte zwar zuletzt zwei Spiele über die volle Distanz im Reserveteam, die Belastung hat aber wohl erneut kleinere Probleme am Knie hervorgerufen.

 

Die Badstädter müssen also wieder einmal improvisieren. „Wir fahren aber schon mit Ambitionen nach Burglengenfeld. Wenn es uns gelingt kompakt und einigermaßen fehlerfrei zu agieren, dann können wir schon etwas mitnehmen“, macht Jiri Vondra seinen Schützlingen Mut vor dem Auftritt im Naabtalpark.