Landesliga

Der Sturm ist zu Gast am Roten Steg

Eine harte Nuss für die Badstädter, die im Heimspiel gegen Hauzenberg nachlegen möchten

Bereits heute Abend (Anstoß 19.00 Uhr) erwartet der 1. FC Bad Kötzting im Heimspiel den FC Sturm Hauzenberg im Stadion am Roten Steg. Für die Badstädter erneut die Möglichkeit, um nach dem Auswärtssieg in Raigering nachzulegen. Drei Punkte wären in der momentanen Situation immens wichtig für sie, um sich von den Relegationsplätzen abzusetzen.

 

Eines ist aber klar. Der FC Sturm Hauzenberg ist ein anderes Kaliber als zuletzt der SV Raigering. „Die Leistung in Raigering war soweit in Ordnung. Es war ein Pflichtsieg für uns. Heute Abend müssen wir aber wohl noch etwas draufpacken, wenn wir die drei Punkte bei uns behalten wollen“, ist sich Neu Coach Jiri Vondra über die Schwere der Aufgabe bewusst.

 

Die Gäste sind nämlich gut gestartet in diese Saison und liegen mit derzeit 19 Zählern auf Rang 6 in der Tabelle. Keine Wunder, dass viele Experten dem Sturm heuer sogar als Geheimfavoriten auf dem Zettel hatten. Mit dem Ex-Zweitligaspieler Robert Zillner, Eralb Sinani und Patrick Rott, allesamt vom Regionalligisten SV Schalding-Heining, konnten im Sommer starke Neuzugänge an den Staffelberg gelockt werden. Das schürte berechtigte Hoffnungen bei den Gästen, vielleicht sogar an der Tabellenspitze der Liga ein Wörtchen mitreden zu können.

 

Für Coach Alex Geiger verlief die Saison bislang insgesamt zufriedenstellend, wenngleich die Leistungen seiner Schützlinge zu oft unerklärlichen Schwankungen unterlagen. Zuletzt gab es im heimischen Stadion aber einen deutlichen 5:0 Kantersieg über den wieder erstarkten Bayernligabasteiger TSV Bogen. Den will aber Alex Geiger im Hinblick auf den heutigen Auftritt am Roten Steg nicht überbewerten. Im Gegenteil: Geiger schlägt in etwa in die gleiche Kerbe wie sein gegenüber Jiri Vondra. „Das wird heute ein ganz anderes Spiel. In Bad Kötzting ist es schwierig zu bestehen. Da brauchen wir schon eine ansprechende Leistung“, weiß Alexander Geiger aus vielen vergangenen Duellen, dass die Trauben am Roten Steg hoch hängen. Vom derzeitigen Stand der Badstädter in der Tabelle lässt sich der erfahrene Coach der Staffelberger ohnehin nicht blenden und dass der zurückliegende Trainerwechsel am Roten Steg bereits Früchte getragen hat, hat Geiger ebenfalls zur Kenntnis genommen. Personell muss Alex Geigern mit Urlauber Daniel Ranzinger einen ganz wichtigen Spieler verzichten. Ebenfalls nicht an Bord sind die verletzten Daniel Marold und Maxi Zillner.

 

Bei den Badstädtern hat man den Auswärtssieg in Raigering unter der Rubrik Pflichtsieg verbucht. „Das mussten wir gewinnen, ohne Wenn und Aber“, blickt Jiri Vondra auf seinen erfolgreichen Einstand als Cheftrainer zurück. „Wir haben vieles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das macht schon Hoffnung auf bessere Zeiten“, so der Coach. Vondra musste beim Mittwochtraining wegen einer OP passen, steht aber aller Voraussicht nach heute Abend an der Seitenlinie. Jiri Vondra, der den Sturm schon persönlich unter die Lupe nahm, hält große Stücke auf den heutigen Gegner. „Eine sehr starke Mannschaft, die mit erfahrenen und sehr guten Einzelspielern bestückt ist. Da müssen wir uns nochmals steigern, gerade in der Defensivarbeit“, so Vondra, dem die beiden Gegentreffer in Raigering ganz und gar nicht geschmeckt haben. „Das waren wie so oft schon Konzentrationsschwächen und die darf es heute Abend nicht geben“. Ansonsten fordert Vondra endlich Konstanz. Im Klartext, die Badstädter wollen endlich einmal zwei, drei Spiele am Stück gewinnen, um in ein ruhiges Fahrwasser zu kommen. „Mit diesem Auf und Ab kommen wir nicht vom Fleck“.

 

Personell schaut es bei den Rotblauen wie in der vergangenen Woche aus. Die Langzeitverletzten fehlen weiter, aber es gibt Lichtblicke. Keeper Petr Mulac steht wieder im Training, genau wie Simon Kopp. Wolfgang Liebl klagt noch über leichte Beschwerden, könnte aber zur Not eine Alternative sein.

 

Freudig haben die Verantwortlichen das Debut von Filip Trantina nach 22 Monaten Verletzungspause in der Reservemannschaft verfolgt. Zwei Treffer und ein beschwerdefreier Auftritt über die volle Distanz machen Hoffnung, der so lange vermisste Offensivspieler bald sein Comeback in der Landesliga feiern kann.